HERZLICH WILLKOMMEN

Vortrag über Bruder Klaus

17. März 2017

 


Die Stühle im „Kleinen Saal“ des Kolpinghauses reichten kaum aus, um die interessierten Zuhörer von Pfarrer Franz Winklmann zu beherbergen. Über 50 Gläubige, viele davon Teilnehmer der Pfarrwallfahrt der Pfarrei Erbendorf in die Schweiz, lauschten dem kurzweiligen und interessanten Vortrag des Kreisseelsorgers der Katholischen Landvolkbewegung im Kreis Neustadt/WN. Thema war das Leben und Wirken des heiligen Nikolaus von Flüe. Pfarrer Winklmann erinnerte nicht nur an den Heiligen, sondern wies vor allem auch auf die Rolle seiner Ehefrau Dorothea hin, ohne die Nikolaus nicht seinen geistlichen Weg gehen hätte können. Als Einsiedler, bedeutender Ratgeber und Friedensstifter wird „Bruder Klaus“  als Heiliger verehrt. Vor 600 Jahren, 1417, in Flüeli in der Zentralschweiz südlich des Vierwaldstättersees geboren, galt schon in seiner Zeit als „lebendiger Heiliger“. Er wollte in seiner Einsiedelei in der Ranft bei Flüeli ganz für Gott leben, doch viele Menschen kommen zu ihm und bitten ihn um Rat, Fürbitte und Trost. Pfarrer Winklmann verstand es, das Leben des Heiligen in seine Zeit einzuordnen. Kirchlich und auch weltlich war die Zeit des 15 Jahrhunderts eine Umbruchzeit, in der neues entdeckt wurde und auch Verwirrung herrschte. Auch versuchte der Referent immer wieder den Brückenschlag ins heutige Leben. Die Tatsache, dass Bruder Klaus in den Jahren seines Einsiedlerlebens nur von der Eucharistie lebte, könne auch uns heute den Wert und die Bedeutung der Kommunion verdeutlichen. Bis in unsere Zeit wirke der Heilige als Friedensstifter. So sei Konrad Adenauer im August 1955 nach Flüeli gepilgert und habe vor dem Grab von Bruder Klaus in der Kirche in Sachseln lange gebetet, bevor er im September nach Moskau reiste und erfolgreich die Freilassung von 10.000 deutschen Kriegsgefangenen aus dem 2. Weltkrieg vermittelte. Auch heute, 600 Jahre nach seinem Leben, ist Nikolaus von Flüe noch gefragt und wird hoch verehrt.

Für viele Teilnehmer der Pfarrwallfahrt vom 6. -10. Juni, die unter den Hörern des Vortrags waren, stieg die Vorfreude auf diese Wallfahrt.  Neben dem Besuch in Flüeli steht für die Wallfahrer unter anderem auch der Wallfahrtsort Maria Einsiedeln und die Stadt Zürich auf dem Programm.


 


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