HERZLICH WILLKOMMEN

Pilgerreise der Pfarrei
nach Israel

(10. - 18. Juni 2019)

 


45 Frauen und Männer aus Erbendorf und Umgebung begaben sich unter der organisatorischen Leitung von Gemeindereferentin Roswitha Heining und der geistlichen Leitung von Pfarrer Martin Besold auf Pfarrwallfahrt ins Heilige Land.

Auf dem Berg der Seligpreisung wurde am frühen Morgen eine heilige Messe gefeiert mit wunderbarem Ausblick auf den See Genesaret. Der Reiseführer Salah erläuterte die Bauweise der Kirche. Auf der Fahrt in den Norden zur Jordanquelle Banjas konnte ein Eindruck über die Landwirtschaft in Israel gewonnen werden: Mango- und Bananenplantagen säumten den Weg. Die abgedroschenen Felder  zeigten auf, dass es dort zweimal im Jahr eine Ernte gibt. Beim biblischen Caesarea Philippi wo  Petrus das Messiasbekenntnis ablegt, entspringt eine von drei Jordanquellen. Alle waren überrascht, wie wild der Fluss gleich zu Beginn fließt und wieviel Wasser er hat. Ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet führte die Gruppe zu einem Wasserfall.

Bei der Bootsfahrt über den See fühlten sich die Pilger Jesus nahe. Die entsprechenden Bibelstellen füllten sich mit Leben. In Kafarnaum, der Stadt, wo Jesus sich lange aufhielt, wurden die Ruinen vom Haus des Petrus und eine gut erhaltene Synagoge aus dem 4. Jh. bestaunt.

In Tabgha, dem Ort der Brotvermehrung, wurden Mosaiken aus der byzantinischen Zeit bewundert, darunter das Motiv mit den 2 Fischen und 4 Broten. Das fehlende fünfte Brot liegt für den Künstler auf dem Altar.

Weiter ging es nach Nazareth in die Verkündigungsbasilika – dem Ort, wo der Engel Maria die frohe Botschaft brachte. Die Architektur der neuen Kirche beeindruckte. Der Kirchturm war einer Lilie nachgebildet.

Im Nazareth Village, einem Freilichtmuseum, war das lebhen zur Zeit Jesu nachgebildet und mit Akteuren besetzt. Ein Zimmermann verrichtete seine Arbeit, ein Hirte war bei seiner Schafherde, Frauen verarbeiteten Schafwolle, Wohnungen und Gegenstände des täglichen Lebens waren zu sehen, darunter eine Ölpresse. Der Berg Tabor ragt weit in die Landschaft hinein und ist durch seine runde Gestalt sofort erkennbar. An dem Ort der Verklärung Jesu steht natürlich eine Kirche mit bildlicher Darstellung. Durch das fruchtbare Jordantal ging die Fahrt der Pilger nach Jericho und an die Taufstelle Jesu am Jordan. Auf dem Weg nach Jerusalem wurde ein Busstopp eingelegt, um einen Blick ins Wadi Kelt und auf das Georgskloster zu werfen. Der Panoramablick auf Jerusalem vom Ölberg her kommend, war überwältigend. Die Unterkunft lag direkt an der Altstadt, so dass auch am Abend noch ein Spaziergang in den Basar und zur Grabeskirche möglich war. Die Führung in der Stadt begann am Ölberg. In der Kirche „Dominus flevit“ – der Herr weint – feierte die Gruppe heilige Messe mit Blick auf den Tempelberg und die Grabeskirche. Von dort wanderte die Gruppe am jüdischen Friedhof vorbei zur Kirche der Nationen, der Verratskirche. Es war ergreifend, dass wir ganz alleine ohne andere Gruppen in der Kirche verweilen konnten. Mit dem Lied “Bleibet hier und wachet mit mir“ wurde die Stimmung wiedergegeben. Im Garten Gethsemane kann man heute noch 2000 Jahre alte Ölbäume sehen, aus denen immer wieder neue Triebe hervorwachsen. Durch das Kidrontal ging es hinauf nach Jerusalem und hinein in die Stadt zur Kirche St. Anna. Die Kreuzfahrerkirche hat eine wunderbare Akkustik, die auch von den Erbendorfern erprobt wurde, zumal auch einige Kirchenchorsänger unter den Pilgern waren. Der Kreuzweg Christi wurde entlang der Via Dolorosa betrachtet und fand sein Ende in der Grabeskirche.

Ein Erholungstag stellte die Fahrt zum Toten Meer dar, wo zuvor in der Oase En Gedi eine Wanderung stattfand. Das Wasser dort stellte einen krassen Gegensatz zur umgebenden Wüste dar. In Qumran, dem Fundort zahlreicher Schriftrollen, wurde das Leben der Essener durch die Ausgrabungen und einen erläuternden  Film lebendig. Von dort aus war es nur noch ein Kurzer Trip zum Toten Meer. Das Bad in dem salzhaltigen Wasser ließ sich keiner entgehen. Viele rieben sich mit dem mineralhaltigem Schlamm ein zur Gesundung der Haut. Glaubt man dem Reiseführer Salah, dann macht das Bad im Toten Meer um 10 Jahre jünger!

Beim Bustransfer nach Betlehem passierte die Gruppe die Grenzkontrollen der Israeli ins Westjordanland. Der Besuch des Herodion zeigte die Überreste eines prächtigen Palastes von Herodes dem Großen und seiner einstigen Macht und Größe. Er war bei den Juden ein ungeliebter Herrscher. In einer Grotte in den Hirtenfelder von Betlehem feierten die Wallfahrer mit Pfr. Besold eine Pilgermesse mit weihnachtlich anmutenden Texten und Liedern. Der Besuch in der Geburtskirche in Betlehem war ein Highlight, zumal die Gruppe allein in der Geburtsgrotte verweilen konnte.  Zum Abendessen ging es in ein Zeltrestaurant in Betlehem, wo palästinensisches Essen serviert wurde und auch das Rauchen einer Wasserpfeife möglich war.

Am nächsten Tag standen die heiligen Stätten der Juden und Muslimen auf dem Programm. An der Klagemauer  konnten wir dem lebhaften Treiben einer Bar Mizwa zusehen, einer jüdischen Feier für 13 jährige Knaben, die dadurch zum Sohn der Pflicht werden und die jüdischen Gesetzte einhalten sollen. Die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom am Tempelberg sind architektonische Meisterleistungen. Gegen Mittag traf sich die Gruppe bei den Borromäusschwestern zu einer Begegnung mit der gebürtigen Flosserin Gabriela Zinkl, die als Schwester in Jerusalem lebt. Sie zeigte uns voller Stolz den Kindergarten, den der Orden dort leitet  und in dem sie die Kinder in Deutsch unterrichtet. Die Kinder begrüßten uns mit einem Willkommenslied und sangen für uns das alte Volkslied: Wer will fleißige Handwerker sehn.

Am Nachmittag stand beim Besuch der Dormitio ein Treffen mit Pater Matthias Karl an, einem Oberpfälzer Benediktinerpater, der seit dreizehn Jahren in Israel lebt und in Erbendorf zur Vorbereitung der Fahrt schon einen Vortrag hielt. Von der Dormitio, dem Ort der Entschlafung Mariens, ging es weiter zum nahegelegenen Abendmahlsaal, wo Jesus mit seinen Jüngern Abendmahl feierte und wo die Jünger mit Maria auf die Sendung des Heiligen Geistes warteten. Im Haus des Kajaphas, wo heute die Kirche St. Peter in Gallikantu steht, wurde der Verhaftung Jesu und seiner Verleugnung durch Petrus gedacht.

In Ein Karem, dem Wohnort der Elisabeth und Zacharias, wurde beim Abschlussgottesdienst der Besuch der Maria bei Elisabeth gedacht und das Magnificat angestimmt. Der Dank für die Erlebnisse im Heiligen Land, die durch keine Zwischenfälle gemildert wurden,  stand bei dieser Messfeier im Vordergrund. Bevor es mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland ging, war noch Zeit für einen kurzen Abstecher nach Jaffo, einem alten Hafen und heute ein Ortsteil von Tel Aviv. Um Mitternacht kamen die Pilger müde, aber voll schöner  Eindrücke und gestärkt im Glauben wieder in Erbendorf an.


Banjas

Banjas

Banjas

Banjas

Berg Tabor

Berg Tabor

Berg Tabor

Berg Tabor

Berg Tabor

Berg Tabor

Betlehem

Betlehem

Betlehem

Betlehem

Dominus Flevit

Dominus Flevit

Dominus Flevit

Dominus Flevit

Dominus Flevit

Dominus Flevit

Kafarnaum

Kafarnaum

Kafarnaum

Kafarnaum

Kafarnaum

Kafarnaum

Kirche der Nationen

Kirche der Nationen

Kirche der Nationen

Kirche der Nationen

Kirche der Nationen

Kirche der Nationen

Nazareth

Nazareth

Nazareth

Nazareth

Nazareth

Nazareth

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

Nazareth Village

See Genesaret

See Genesaret

See Genesaret

See Genesaret

Tabgha

Tabgha

Tabgha

Tabgha

Tabgha

Tabgha

Treffen

Treffen

Treffen

Treffen

Treffen

Treffen

Via Dolorosa - Grabeskirche

Via Dolorosa - Grabeskirche

Via Dolorosa - Grabeskirche

Via Dolorosa - Grabeskirche

Via Dolorosa - Grabeskirche

Via Dolorosa - Grabeskirche

Wadi Qelt

Wadi Qelt

Wadi Qelt

Wadi Qelt

Israel

Israel

Israel

Israel

Israel

Israel

 


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