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Firmung

(06. Juli 2012)

 


 

„Heute ist ein großer Tag in eurem Leben, denn heute werdet ihr das Sakrament der Firmung erhalten“. Das sagte Bischof Dr. George Punnakottil aus Kerala Indien zu den 70 Buben und Mädchen, die in der katholischen Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt bei der Firmung ihr Taufversprechen erneuerten. Den indischen Oberhirten begrüßte vor dem Gotteshaus der St. Elisabeth-Kindergarten.

Im Festgottesdienst begrüßte Pfarrer Martin Besold den Bischof, der im Südosten Indiens die Diözese Kerala leitet. „Dieser Landstrich ist uns auch aus den Evangelien bekannt, den schon Apostel Thomas verkündete dort das Wort Gottes“. Herzlich willkommen hieß der Pfarrer auch die Firmlinge. „Sie werden am heutigen Festtag von ihren Paten und Familien begleitet.“

Einen besonderen Dank sprach Bischof Dr. Punnakottil der Pfarrgemeinde für die freundliche Begrüßung aus. Denn schon vor dem Gottesdienst begrüßten die Buben und Mädchen des St. Elisabeth-Kindergartens den Würdenträger mit bunten Fähnchen. Dr. Punnakottil ließ es sich dabei nicht nehmen, jeden einzelnen von ihnen zu segnen. „Es ist eine Ehre hier zu sein, um den Kindern das Sakrament der Firmung zu spenden“, sagte er anschließend im Gottesdienst.

Er betonte dabei, dass er sich in Deutschland inmitten der Gemeinde wohlfühle. „Ob Inder oder Deutsche, alle Menschen sind eins in Jesus Christus und im Glauben vereint“.

In seiner Predigt ging Bischof Dr. Punnakottil auf das Sakrament der Firmung ein. Es sei ein Sakrament, das das Taufversprechen aus eigenem Zutun des Firmlings erneuere. „Denn wohl kaum einer von euch wird sich noch an das Sakrament der Taufe erinnern“, sagte er zu den Jugendlichen. Durch die Firmung werde der Heilige Geist in die Herzen gesandt. „Dabei wird euch die Verantwortung übertragen, den Glauben zu leben, ihn aufzubauen und zu verteidigen“.

Als äußeres Zeichen empfingen nach den Worten des Bischofs die Firmlinge den Heiligen Geist mit Chrisam. „Es ist ein Salböl, das in der Bibel bei vielen Gelegenheiten genannt wird“. So wurden im alten Israel die Könige gesalbt. „Bei König David heißt es, dass die Salbung Gottes Geist zu ihm gebracht habe“. Aber auch im Priestertum sei die Salbung noch aktuell.  

Vor der Firmspendung stand die Erneuerung des Taufversprechens, bei dem die Firmlinge auf die Fragen des Bischofs mit „Ich glaube“ antworteten. Im Anschluss tauchte er seinen Daumen in den Chrisam und zeichnete damit die Stirn des Firmlings ein Kreuz mit den Worten, „sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“.

Aktiv beteiligten sich Firmlinge am Gottesdienst bei den Fürbitten, in denen sie die ganze Firmvorbereitung Revue passieren ließen und diese Erlebnisse mit Bitten an Gott verbanden. So wurden Paten, Eltern, die Besuche in Seniorenheimen, dem fairen Handel und Eine-Welt-Verkauf sowie Kirchenbesuche genannt. Zwei Neugefirmte mit ihren Paten brachten zur Feier der Heiligen Messe die Gaben zum Altar. „Zu den Gaben von Brot und Wein geben wir auch unseren Teil“, sagte Pfarrer Besold. So spendeten die Firmlinge für die Diaspora und für die pastorale Arbeit von Bischof Dr. Punnakottil in seiner Diözese.

Zum Ende des Gottesdienstes richtete Josef Bollmann als Vertreter des Pfarrgemeinderates einige Worte an die Firmlinge, nicht ohne den Mitarbeitern für die Vorbereitung des Gottesdienstes zu danken. „Seid vom Heiligen Geist gestärkt und nutzt diese Stärkung für euer Leben“, so Bollmann. Er verglich die Firmung mit den Sportlern bei den Olympischen Spielen. „Sie brauchen eine Vorbereitungszeit, so wie ihr für die Firmung“. Die Jugendlichen hätten jetzt die höchsten Plätze erreicht. „Doch genauso wie die Sportler müsst ihr nun weiter üben, an eurem Glaubenstraining weiterarbeiten.“ Er gab den Firmlingen mit auf den Weg, die „kirchliche Volljährigkeit“ zum Anlass zu nehmen, den Glauben auch öffentlich zu bezeugen.

Den Gottesdienst gestaltete der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Chorleiterin und Organistin Stefanie Rüger.

 


 


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